Shure SE215 In Ear Kopfhoerer

3. Juni 2013 Keine Kommentare

se215k-full-cable_10_colsFuer diesen (relativ) guenstigen Preis hatte ich eigentlich keine besonders ueberzeugende Qualitaet erwartet, aber die SE215 schlagen sich ziemlich gut. Schwaechen hat der Hoerer aber definitiv in den Hoehen und den Baessen. Den Baessen fehlt es an Druck und sie klingen ein wenig undefiniert. Das ist aber durchaus noch im Rahmen, wenn man um 80 Hz herum ein bisschen mit dem EQ nachhilft. Bei den Hoehen habe ich auch einen Test mit dem Graphic EQ gemacht und festgestellt, dass ab ca. 10kHz nicht mehr viel geht. Ab 12-14 kHz bringt auch das Boosten am EQ nichts mehr, folglich ist da einfach der Hoerer an seinen Grenzen.

Dazwischen klingt der Shure jedoch erstaunlich ausgewogen. Piano klingt wie Piano und die sehr sensiblen Streicher kommen auch anstaendig raus, vielleicht ein ganz klein wenig topfig, aber ueberhaupt nicht schlimm. Ein bisschen Korrektur bei 1 kHz hat hier geholfen. Glanz und Seidigkeit darf man natuerlich keine erwarten, wenn ab 14 kHz nichts mehr rauskommt. Die Baesse sind – nunja, sie sind zumindest da, aber man hat nicht das Gefuehl, dass es einen gleich wegblaest. Wer sowas braucht, muss schon zu einem Zweiwegesystem oder hoeher greifen. Insgesamt aber eine DEUTLICHE Verbesserung zu jedem Floor Wedge, mit dem ich bisher gespielt habe.

Die Stoepsel halten sehr gut in meinen (durchschnittlichen) Ohren, allerdings kann ich mir vorstellen, dass man mit kleineren Ohren etwas Probleme haben wird. Leider druecken sie nach einer Weile etwas in meinem rechten Ohr, das waere aber sicherlich mit anderen Passstuecken zu beheben und muss ja nicht bei jedem so sein.

Die Aussengeraeuschdaemmung ist fabelhaft. Man hoert wirklich fast ueberhaupt nichts mehr. Unterhaltung ist ab einer Entfernung von > 50cm nicht mehr moeglich. Auch das extrem laute Schlagzeug unseres Drummers ist in unserem Proberaum kaum noch durchzuhoeren, obwohl ich nur knapp zwei Meter davon entfernt sitze. Wer sowas nicht kennt, wird es im ersten Moment wahrscheinlich als unangenehm empfinden, aber man gewoehnt sich dran. Ein Ambience Mikro ist aber in jedem Fall zu empfehlen, da man sonst schon sehr isoliert ist auf der Buehne.

Fazit: Fuer alle, die sonst auch mit einem droehnenden Stage Monitor zurecht kommen, sind die SE215 mit Sicherheit voellig ausreichend und vor allem wesentlich gehoerschonender. Sie klingen in den Mitten recht ausgewogen, haben aber leichte Schwaechen im Bass und Defizite in den Hoehen, die jedoch gar nicht so unangenehm auffallen. Wer besonderen Wert auf einen glasklaren Klang und eine gut definierte Basswiedergabe legt, der sollte zu den teureren Shure Modellen im Zwei- oder Dreiwegesystem greifen.

Vergleichbar gute Alternativen gibt es in diesem Preissegment keine. Man kann die t.bone Hoerer von Thomann vielleicht mal ausprobieren, aber ich habe den EP-3 getestet, und der klingt wirklich ABSOLUT katastrophal! Selbst ein Analogtelefon hat eine linearere Frequenzwiedergabe. Finger weg davon. Wie die groesseren t.bone Modelle klingen, weiss ich nicht, aber das muesste schon eine erhebliche Verbesserung sein, um aus dem indiskutablen Sound des EP-3 noch etwas Brauchbares zu machen. Die guenstigen Fisher Amps Hoerer taugen leider auch nichts.

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Migration auf neuen Server

31. Dezember 2012 Keine Kommentare

Die Website laeuft seit heute auf einem neuen dedizierten Server, weil auf dem alten so langsam der Speicherplatz knapp wurde. Sollte es Probleme mit Downloads oder aehnlichem geben, bitte direkt mit mir Kontakt aufnehmen.

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Nachtrag zum Kronos Tastaturproblem

26. Oktober 2012 1 Kommentar

Eigentlich war ich vom KORG Kronos sehr begeistert. Die vielen verschiedenen Syntheseformen, Sample Streaming von SSD und das Bedienkonzept mit dem grossen Touchscreen haben den Markt tatsaechlich umgekrempelt. Allerdings waehrte die Freude am Kronos nur kurz, denn wie viele andere hatte auch ich den bekannten Fabrikationsfehler an meiner Tastatur zu beklagen. Beim ersten Austausch des Kronos gegen ein Neugeraet war ich zunaechst hoffnungsvoll, dass das Problem nun behoben ist. Nach wenigen Wochen zeigte jedoch auch das Neugeraet die gleichen Symptome. Ich beschwerte mich bei KORG, der Support verwies mich an meinen Haendler. Das Zusenden einer leeren Umverpackung fuer den Kronos sei zudem auch nicht moeglich, da “wir keine Umverpackungen lagernd haben” (ich hatte meine aus Platzmangel bereits entsorgt). Eine Abwicklung direkt ueber KORG sei zudem gar nicht moeglich. Also ein drittes Mal 50 Kilometer zum Haendler fahren mit dem teuren Geraet im Kofferraum fuer einen weiteren Austausch. Wie nicht anders zu erwarten war, hat aber auch das zweite Austauschgeraet die gleichen Probleme, sogar noch schlimmer als die beiden vorherigen.

Natuerlich haette ich das Keyboard auch reparieren lassen koennen, was das Problem vielleicht schon beim ersten Mal behoben haette, allerdings bin ich in diesem Punkt konsequent. Als Kunde habe ich grundsaetzlich die Wahl zwischen Reparatur und Neugeraet. Ich bestehe immer auf die Lieferung eines Neugeraetes, zumal das keinerlei unverhaeltnismaessigen Aufwand fuer den Distributor bedeutet (ganz im Gegenteil). Wenn KORG keine funktionierenden Neugeraete auf Lager hat, ist das nun mal nicht mein Problem.

Angesichts der Ergebnisse dieser unfreiwillig vorgenommenen Stichprobe stellt sich mir allerdings die Frage, wie KORG behaupten kann, dass nur ein verschwindend geringer Anteil der Kronos den Fehler in der Tastaturdaempfung aufweist. Die Wahrscheinlichkeit, drei Geraete mit dem gleichen Fehler zu bekommen ist bei verschwindend geringen Prozentsaetzen ziemlich nahe bei Null. Ich glaube eher, dass alle Kronos den selben Defekt haben, der nur mehr oder weniger stark ausgepraegt ist, und manche Besitzer den Effekt einfach nicht wahrnehmen. Fuer Pianisten ist das aber leider absolut inakzeptabel und ich habe ehrlich gesagt vorher noch nie eine derartige Reaktion einer Tastaturmechanik erlebt. Das SV-1 Stagepiano von KORG, das angeblich die baugleiche Tastatur besitzt wie der Kronos, hat das Problem nicht.

Meine Enttaeuschung ueber KORG (oder zumindest den deutschen Vertrieb) ist gross. Wenn ich es schon beim ersten Austausch nicht schaffe, dem Kunden ein funktionierendes Geraet zuzusenden, dann versuche ich wenigstens beim zweiten Mal alles, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Moeglichkeiten haette es mehrere gegeben. Zum Beispiel das vorherige Testen des Neugeraetes auf das Tastaturproblem (was natuerlich keinen Erfolg haben wird, wenn alle Geraete betroffen sind). Den Austausch der Tastatur gegen die reparierte Variante an einem Neugeraet. Oder ein kostenloses Upgrade auf den Nachfolger KronosX, was in Anbetracht meiner bereits angefallenen Spritkosten fuer die Hin- und Herkutschiererei des Kronos auch nicht ungerechtfertigt waere. Natuerlich habe ich diesen Vorschlag auch an KORG kommuniziert, dort war man zunaechst auch zuversichtlich, dass sich eine einvernehmliche Loesung finden liesse. Als mein Haendler dann mit dem Vertrieb telefonierte, wollte davon allerdings niemand mehr etwas wissen. Selbstverstaendlich koennte ich einen KronosX haben – gegen die ueblichen 300 Euro Aufpreis, die jeder dafuer zahlen muesste, ohne Rabatt, ohne Abzug auf Kulanz. Respekt KORG, einen kulanteren Laden wie euch habe ich selten erlebt.

Am liebsten waere mir, ich wuerde mein Geld zurueckbekommen und muesste den Kronos nie wieder sehen. Mein 300 Euro teures, massgefertigtes Flightcase muesste ich dann zwar anderweitig entsorgen, aber immer noch besser als staendig dran erinnert zu werden, dass manche Firmen sich gelinde gesagt wenig fuer ihre Kunden interessieren. Der Kronos war mein zweites und letztes Geraet von KORG. Ich bleibe lieber bei Yamaha und Kawai, die stets verlaessliche und hochwertig verarbeitete Geraete abgeliefert haben, mit denen ich NIEMALS auch nur ein einziges Problem hatte.

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cconfig v1.0

19. Oktober 2012 Keine Kommentare

Wie bereits angekuendigt moechte ich heute meine neue Konfigurations Bibliothek cconfig v1.0 fuer C++ vorstellen. Sie ist eine Weiterentwicklung von cfg_file und bietet die folgenden neuen Features:

  • Parser Backend wird jetzt mit ANTLR statt boost::spirit generiert um die Portierung auf andere Sprachen zu erleichtern
  • Konfigurationsdateien koennen gegen ein Schema validiert werden
  • C++ Code Generator fuer das Erzeugen von nativen Objektstrukturen und einem In-Memory-Validator aus der Schema-Definition
  • Config Stub Generator fuer das Erzeugen von validen Konfigurationsvorlagen aus dem Schema

Ausserdem wurde die Syntax von Gruppen geaendert, um die Eingabe zu erleichtern:

  • Gruppendefinitionen werden ohne Gleichheitszeichen angegeben (group {…} statt group = {…})
  • Gruppendefinitionen muessen nicht mehr mit einem Semikolon terminiert werden

Hier ein Beispiel fuer eine Konfigurationsdatei in cconfig:

// test.conf
main {
  magic_number = 4711;
  pi = 3.141;
 
  number_strings = ["eins", "zwei", "drei", "vier"];
 
  gui {
    widgets = (
      { type = "window"; height = 200; width = 300; },
      { type = "button"; height = 20; width = 80; }
    );
  }
}

Um Konfigurationsdateien validieren und C++ Code fuer den Zugriff generieren zu koennen, ist ein Schema erforderlich, das in diesem Fall wie folgt aussehen koennte:

// test.schema
main required (group) {
  magic_number optional (int) default=0;
  pi required (float);
 
  number_strings required (array) { (string) };
 
  gui (group) {
    widgets (list) {
      (group) {
        type (string);
        height (int);
        width (int);
      }
    };
  };
};

Im Schema wird sowohl eine Hierarchie fuer die Konfigurationsdateien vorgegeben als auch die erwarteten Typen der einzelnen Settings definiert. Weiterhin koennen Settings als ‘required’ oder ‘optional’ markiert und mit Default Werten versehen werden.

Wie bereits beim Vorgaenger cfg_file ist ein programmatischer Zugriff auf die Settings ueber Index Operatoren oder die lookup() Funktion moeglich. Im folgenden Beispiel laden wir die Konfigurationsdatei, validieren sie gegen das Schema und geben einige der Settings aus:

#include "config_file.hpp"
#include "config_schema.hpp"
 
#include <iostream>
 
int main(int argc, char* argv[])
{
  // Load config file
  cconfig::file config("test.conf");
  // Load schema
  cconfig::schema::schema schema("test.schema");
 
  // Validate against schema (second parameter 'true' means 'strict validation',
  // i.e. settings in the config that are not declared in the schema will cause
  // validation to fail
  cconfig::schema::validation_result r = schema.validate(config, true);
 
  if(!r.valid) {
    std::cout << "Config file is invalid, error @ "
      << r.error_uri << ": " << r.error_message << std::endl;
  } else {
    // Print some of the settings by using the standard index operator access
    // and lookup function
    std::cout << "Value of main.magic_number: "
      << config["main.magic_number"].as<int>() << std::endl;
    std::cout << "This will yield the same result: "
      << config["main"]["magic_number"].as<int>() << std::endl;
    std::cout << "This too: "
      << config.lookup<int>("main.magic_number") << std::endl;
    std::cout << "Second entry of array number_strings: "
      << config["main.number_strings[1]"].as<std::string>() << std::endl;
 
    // Loop widgets and print type
    const cconfig::list& widget_list = config["main.gui.widgets"].as_list();
    cconfig::list::iterator it = widget_list.begin();
    for(int i=1; it != widget_list.end(); ++it, ++i) {
      std::cout << "Type of entry " << i << ": "
        << it->lookup<std::string>("type") << std::endl;
    }
  }
 
  return 0;
}

Noch einfacher wird der Zugriff jedoch unter Zuhilfenahme generierter In-Memory Repraesentationen der Konfigurationsdaten. Dazu kann das Programm ‘cconfig_code_gen’ benutzt werden, das aus einer beliebigen Schema Datei solchen C++ Code generiert. Um aus unserem test.schema die zwei benoetigten Dateien ‘test_schema_wrapper.hpp’ und ‘test_schema_wrapper.cpp’ zu generieren, rufen wir den Generator folgendermassen auf:

$ cconfig_code_gen -f test_schema_wrapper test.schema

Die beiden generierten Dateien enthalten sowohl die komplette Schema Information und den Objektbaum (verschachtelte structs und std::vector) als auch Code um das Config File zu lesen, und den Objektbaum zu befuellen. Es ist daher ausreichend, nur die generierte cpp Datei und die cconfig Library in Projekte hineinzukompilieren. Das Schema selbst muss nicht mit ausgeliefert werden.

Der Zugriff auf die Settings sieht jetzt wie folgt aus:

#include "test_schema_wrapper.hpp"
 
#include <iostream>
 
int main(int argc, char* argv[])
{
  // Load config file
  cconfig::wrapper::Config config = cconfig::wrapper::load_config("test.conf");
  // No need to validate. This is done automatically against the schema
  // stored inside the generated code
 
  std::cout << "Value of main.magic_number: "
    << config.main.magic_number << std::endl;
  std::cout << "Second entry of array number_strings: "
    << config.main.number_strings[1] << std::endl;
 
  list_main_gui_widgets& widget_list = config.main.gui.widgets;
  list_main_gui_widgets::const_iterator it = widget_list.begin();
  for(int i=1; it != widget_list.end(); ++it, ++i) {
    std::cout << "Entry " << i << ": " << it->type << std::endl;
  }
 
  return 0;
}

Die Sources von cconfig v1.0 finden Sie unter diesem Link. Getestet wurde es nur unter Linux, sollte aber auch auf anderen Plattformen problemlos laufen. Wer Verbesserungen zur Bibliothek beitragen oder an der Weiterentwicklung aktiv teilhaben moechte, kann sich gerne bei mir melden.

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Minimale .vimrc fuer C++ Entwicklung

12. Oktober 2012 Keine Kommentare
set enc=utf-8
set fenc=utf-8
set termencoding=utf-8
 
set nocompatible
set autoindent
set smartindent
set tabstop=3
set shiftwidth=3
 
set textwidth=120
set t_Co=256
syntax on
 
set number
set showmatch
set hlsearch
set comments=sl:/*,mb:\ *,elx:\ */
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Neue C++ Configuration File Library (cconfig) in Kuerze verfuegbar

11. Oktober 2012 Keine Kommentare

Die Weiterentwicklung meines bisherigen Konfigurationsparsers (config_file v1.2) steht in Kuerze zum Download zur Verfuegung. Die Neuerungen sind:

  • Kleinere Anpassungen an der Config Syntax
  • Parser Backend wird jetzt mit ANTLR statt boost::spirit generiert um die Portierung auf andere Sprachen zu erleichtern
  • Konfigurationsdateien koennen gegen ein Schema validiert werden
  • C++ Code Generator fuer das Erzeugen von nativen Objektstrukturen und einem In-Memory-Validator aus der Schema-Definition

Insbesondere der generierte C++ Wrapper erleichtert den Zugriff auf die Config Settings enorm und ermoeglicht ausserdem eine Validierung der verwendeten Konfigurationszugriffe zur Compilezeit. Hier ein Beispiel fuer ein Config File, das zugehoerige Schema und die Verwendung des generierten Wrappers:

main {
  magic_number = 4711;
  pi = 3.141;
 
  number_strings = ["eins", "zwei", "drei", "vier"];
 
  gui {
    widgets = (
      { type = "window"; height = 200; width = 300; },
      { type = "button"; height = 20; width = 80; }
    );
  }
}
main required (group) {
  magic_number optional (int) default=0;
  pi required (float);
 
  number_strings required (array) { (int) };
 
  gui (group) {
    widgets (list) {
      (group) {
        type (string);
        height (int);
        width (int);
      };
    };
  };
};
#include "config_wrapper.hpp"  // das generierte Header File
 
[...]
 
cconfig::wrapper::Config cfg =
  cconfig::wrapper::load_config("settings.conf");
std::cout
  << "Wert des Settings main.gui.widgets[1].width: "
  << cfg.main.gui.widgets[1].width
  << std::endl;

Fuer die technisch Interessierten: Der Generator erzeugt eine Hierarchie von struct und std::vector Instanzen, die von der load_config() Methode mit Werten befuellt werden. Im Schema koennen einzelne Settings auch optional gemacht und mit einem Default Wert versehen werden.

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Kabelbinder richtig befestigen

6. Juli 2012 1 Kommentar

Wer kennt sie nicht, die guten Klett-Kabelbinder von Thomann, Musicstore oder woher auch immer. Was jedoch die wenigsten wissen ist, wie man die Dinger richtig an den Kabeln befestigt. Es gibt eine Technik, die die Kabelbinder so bombenfest am Kabel fixiert, dass sie garantiert nie mehr abfallen und (wenn das Kabel nicht allzu glatt ist) auch nicht mehr verrutschen koennen.

Leider ist das nicht ganz so einfach und am Anfang eine ziemliche Fummelei, aber nach ein paar Uebungslaeufen geht es eigentlich recht gut von der Hand. Es funktioniert folgendermassen:

  1. Kabelbinder ganz normal um das Kabel herumfuehren (die flauschige Seite weist vom Kabel weg)
  2. Das Ende des Kabelbinders von oben (!) durch den Metallring stecken
  3. Nochmal unter dem Kabel durchfuehren
  4. Ein zweites Mal (diesmal in die andere Richtung) durch den Metallring faedeln

Jetzt muss der Kabelbinder nur noch festgezogen werden. Dazu reicht es aber nicht, einfach am einen Ende zu ziehen, denn dabei zieht sich nur die innere Schlaufe zu. Der Trick ist, das Kabel festzuhalten und mit dem Ende des Kabelbinders rechtwinklig zum Kabelverlauf abwechselnd leicht hin und her zu ziehen. Dabei wird die auessere Schleife immer kleiner und irgendwann liegen beide Schlaufen eng am Kabel an. Jetzt sitzt der Kabelbinder bombenfest.


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Durchbruch in der Gestensteuerung?

22. Mai 2012 Keine Kommentare

Die Firma LEAP Motion hat ein neues Eingabegerät vorgestellt, dass die Bedienung von Computern revolutionieren könnte. Wie Microsofts Kinect erkennt ‘The Leap’ Handbewegungen und Gesten, nur mit sehr viel höherer Präzision. Das folgende Video verschafft einen Eindruck von den Möglichkeiten:

Die Geräte sind bereits heute vorbestellbar, zu einem sensationellen Preis von knapp 70 Dollar. Mit der Auslieferung ist in den nächsten Monaten zu rechnen.

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Unterrichtsmaterial

7. Mai 2012 Keine Kommentare

Ab sofort stelle ich kostenloses Unterrichtsmaterial für den Musikunterricht auf meiner Website zur Verfügung. Bereits heute können Sie sich einen Theorietest für Anfänger als PDF herunterladen, weitere Inhalte folgen in den nächsten Wochen, sobald ich diese aufbereitet habe. Bitte folgen Sie dem Link Downloads > Unterrichtsmaterial im Menü oben oder klicken Sie hier.

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Liebe Handy Hersteller

16. April 2012 2 Kommentare

Mit Wehmut denke ich oft an mein gutes altes Nokia E63 zurück. Handlich im Format, mit einer wunderbaren Volltastatur, notfalls mit einem Finger bedienbar. Die Standby Zeit? Sensationell. Auch nach drei Tagen noch nicht mal ein halber Balken weg. Die Telefoniefunktionen waren sehr durchdacht, die Klingeltöne businesstauglich und der Alarmton des Weckers setze mit sanfter Lautstärke ein, um dann immer lauter zu werden, statt einen senkrecht im Bett aufspringen zu lassen.

Warum um alles in der Welt kam ich nur auf die Idee, dieses schöne Handy zu veräußern? Vermutlich getrieben von dem Wahn, dass große Displays besser sein müssen legte ich mir ein HTC Desire mit Android zu, das damals in aller Munde war. Aber schon nach kurzer Zeit fragte ich mich, was daran eigentlich so toll sein soll?

Das erste Problem war, es fühlte sich einfach “nicht richtig” an. Ich will nicht behaupten, dass Nokia mit seinem Symbian eine ausgesprochen aufgeräumte und logisch zu bedienende Oberfläche hatte, aber Android kam mir irgendwie noch komplizierter und undurchsichtiger vor. Zusammengehörige Einstellungen sind über verschiedene Menüpunkte verteilt, während die Optionen, die man gerade im Kontext gebrauchen könnte, nie dort zu finden sind, wo man sie erwartet.

Ein absolutes Paradebeispiel für die Inkompetenz der Androidentwickler ist gerade das Telefonieren. In der Kontaktliste passiert es häufig, dass man beim Scrollen ungewollt einen Kontakt antippt, und was passiert? Das Telefon baut sofort eine Verbindung auf. Das passierte mir so oft, dass ich genervt nach einer App suchte, um das Problem zu lösen. Gesagt, getan. Call Confirm war installiert und tat auch was es sollte. Leider schoss es dabei aber über das Ziel hinaus, denn sobald das Telefon per Bluetooth im Auto eingebucht war, sollte man über die Freisprecheinrichtung natürlich auch ohne Bestätigung wählen können, aber genau das funktionierte dann natürlich auch nicht mehr. Prima.

Klar, die vielen Apps sind toll, aber für mich immer noch lediglich eine Dreingabe zum eigentlichen Zweck meines Handys: Telefonieren, SMS, Kontakte- und Terminverwaltung. Da sind wir auch schon beim Thema: Der Kalender der alten Android Version ist einfach furchtbar. Völlig unübersichtlich, kompliziert zu bedienen und kaum vernünftig zu synchronisieren. Mehrere Google-Kalender? Geht nicht.

Und dann natürlich die verdammte Touch-Tastatur. Wie kann man auf sowas vernünftig tippen? An meinem iPad funktioniert das ja ganz gut, da die Abstände ähnlich zu einer gewöhnlichen PC Tastatur sind. Aber auf dem winzigen Handy muss man mit einem Finger tippen und mangels haptischen Feedbacks drückt man regelmäßig Tasten, die man gar nicht drücken wollte.

Schnell war klar, das Desire muss weg und wieder etwas mit Volltastatur her. Warum denn nicht ein Blackberry? Das Nokia E63 war ja ein Blackberry Clone und hat mir so gut gefallen, dass ein richtiges Blackberry ja nur besser sein kann. Oder?

Weit gefehlt. Nach dem Kauf des Backberry Curve 9300 war ich erst mal etwas irritiert, warum denn da noch die uralte Blackberry OS 5 Version drauf war. Aber kein Problem, die 6.0 war schnell nachinstalliert. Was anschließend sofort auffiel war das Fehlen von Umlauten auf der Tastatur. Beim Nokia E63 gab es die, und ich dachte, das wäre auch anderswo Standard, aber scheinbar nicht. Nun gut, daran würde man sich ja gewöhnen können, oder? Nein, kann man nicht. Denn das Eingeben eines einfachen Umlauts wurde von RIM so kompliziert wie möglich gemacht. Für ein Ü muss man beispielsweise die Shift Taste drücken, dann das u gedrückt halten und mit dem Touchpad währenddessen nach links (oder rechts) scrollen, bis das Ü erscheint. Natürlich ist das nicht einfach das erste in der Liste. Vorher kommen so wichtige Dinge wie Û, Ú oder anderer Kram, den in Deutschland kein Mensch jemals braucht.

Weiterhin sind die Shift und die Alt Taste (letztere braucht man zum Beispiel für die Ziffern) so ungünstig nah zusammen, dass man sie oft verwechselt oder gleichzeitig drückt.

Wie wähle ich denn eine Nummer? Einfach eingeben, oder? Leichter gesagt, als getan. Wer einfach so drauf lostippt, kriegt Buchstaben statt Zahlen, denn die Ziffern sind in der Alt Ebene und offensichtlich sucht man bei RIM eher nach Kontakten als dass man Nummern direkt eingibt. Ok, dann halt Alt gedrückt halten (!) und die Nummer eingeben. Nanu, wie soll ich denn die 7 tippen? Die liegt genau neben der Alt Taste, die ich ja mit meinem linken Daumen gedrückt halten muss… Benutzerfreundlichkeit at its best.

Als ob das noch nicht genug wäre, versaut mir das Blackberry auch noch meine Kalender Experience. Aber nicht offensichtlich, sondern ziemlich hinterlistig. Schon mehrmals ist es mir passiert, dass ich einen Termin in den (mit Google Calendar) synchronisierten Kalender eingetragen hatte, dieser aber plötzlich wieder verschwunden war. Ich glaube, das muss gar nicht weiter diskutiert werden, sowas geht überhaupt nicht für ein Business Gerät.

Die Akku Laufzeit indes war unterirdisch. Kaum länger als das HTC Desire hielt es das Curve ohne Kabel aus. Nach durchschnittlich 1,5 Tagen war Schluss. Und das bei so einem winzigen Display und einem Prozessor, dem meine Kaffeemaschine Konkurrenz machen könnte.

Was nun? iPhone? Nein, mich schränkt das iPad schon genug ein. Wieder Nokia? Symbian ist tot und Windows Phone… naja. Also geben wir Android noch mal eine Chance und schauen mal, ob sich von 2.1 auf 4.0 was geändert hat. Kurzerhand ein Galaxy Nexus bestellt, aber bereits nach 10 Minuten stellten sich die alten Aggressionen wieder ein. Zwar ist der Kalender nun richtig gut geworden, aber alles andere wurde offensichtlich verschlimmbessert.

Der größte Murks ist die Tastatur. Es ist ja mittlerweile Mode, auch noch auf die letzten Hardwaretasten zu verzichten, also hat man diese kurzerhand als Sensortasten unter die Touch Tastatur verbannt. Was passiert nun natürlich? Jedes vierte Mal, wenn ich die Leertaste drücken will, erwische ich die darunter liegende Hauptmenü Sensortaste und lande auf dem Hauptbildschirm.

Das alleine reichte schon, um meine Meinung zu bilden: Touch ist was für Leute, die nicht mit dem Handy arbeiten müssen. Eingepackt, zurückgeschickt.

Liebe Handy Hersteller. Ist es denn wirklich so schwierig, ein Telefon zu bauen, mit dem man wirklich noch telefonieren, SMSen, Emailen und Termine verwalten kann, ohne dass einem tausend Hürden und Spielereien in den Weg gelegt werden? Und bin ich wirklich der einzige Mensch auf der Welt, den Touch Tastaturen so dermaßen zur Weißglut bringen, dass das Handy um seine strukturelle Integrität fürchten muss?

Ein Nokia E7 wäre das ideale Handy für mich. Tolle Verarbeitung, eine Volltastatur plus Touchscreen und wenig Spielereien, die einen vom Wesentlichen ablenken. Aber: Symbian ist ein Auslaufmodell und es ist offensichtlich nach wie vor nicht möglich, mehrere Google Kalender mit dem internen Kalender zu synchronisieren (außer mit Hilfe einer kostenpflichtigen Software, die für günstige 18 Euro zu haben ist…). Leben wir denn noch auf dem Mond, liebe Nokia Entwickler? Wenn ich schon den Anspruch habe, die Bedürfnisse von Business Anwendern abzudecken, dann muss ich das auch bis in letzter Konsequenz durchziehen, und kann nicht vor so an sich einfachen Problemen wie der multiplen Kalendersynchronisation kapitulieren. Aber wahrscheinlich brauchen Businesskunden das auch gar nicht.

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